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Wie man ein Pferd mit unheimlichen Gegenständen vertraut macht, lernte Rebecca Hensel bei ihrer ersten Bodenarbeit mit ihrer Reitbeteiligung Maxi. Fotos: Andrea Tölle

Das Vertrauen fördern
Bodenarbeitskurs des Team-T-Weichs mit viel Spaß

Von Andrea Tölle
Flatterbänder und bunte Planen waren weit von der Reitwiese der Reitanlage Eberl in Zillhofen zu sehen. Wer neugierig näher kam, erkannte noch weitere Hindernisse für die Geschicklichkeit, wie einen Hütchenslalom und Cavalettis. Die Schüler des
Team-T-Weichs trainierten in einem vierstündigen Kurs Gelassenheits- und Geschicklichkeitsübungen und nicht nur die Teilnehmer auch die Zuschauer fanden den Lehrgang sehr gelungen, wie z.B. Meike Fröhlich berichtet, die seit letzten Herbst auf dem Lehrpferd Giny Unterricht auf Reitbeteiligungsbasis nimmt: „Ich habe sehr viel über den Umgang mit Giny gelernt, z. B. wie sie in unbekannten Situationen reagiert und wie ich ihr Verhalten beeinflussen kann.“


Fröhlich hat ihre Kommunikation mit Giny verbessert. Dadurch vertraut das Pferd seinem Menschen mehr und die Verbindung von Pferd und Reiter wird enger. Für Meike Fröhlich war es die erste Bodenarbeitseinheit und sie ist sehr zufrieden: „Giny und ich haben als Team alle Hindernisse toll gemeistert. Obwohl wir beide am Anfang nervös waren, war Giny am Ende der Trainingseinheit super entspannt. Das ist ein toller Erfolg, da die Bodenarbeit ja auch dazu dient, dass Pferde gelassener werden und lernen, dass sie sich auf ihren Menschen
verlassen können.“

Ebenfalls das erste Mal dabei war Jasmina Milewska. Die Reitbeteiligung von Maxima hatte zwar vor ein paar Wochen schon mal bei einer Bodenarbeitsstunde zugeschaut, aber ein Pferd über unbekannte Hindernisse zu führen ist dann doch eine größere Herausforderung. Etwas erleichtert hat Jamina Milewska die Bodenarbeit, dass die 18-jährige Maxima schon sehr erfahren in der Bodenarbeit ist.

Bezüglich der Kommunikation hat Milewska, die bereits seit vielen Jahren reitet, gelernt, dass Mimik und Gestik sehr wichtig sind. „Maxi spürt außerdem sofort, wie ich mich fühle. Es überträgt sich direkt auf sie, wenn ich unsicher werde. Deshalb hat meine Trainerin Andrea Tölle gleich zu Beginn gesehen, dass ich etwas zaghaft auf den Übungsplatz zu gegangen bin und mir Mut zugesprochen. Ich habe mich dann erst mal auf den Takt im Schritt konzentriert und die einzelnen Hindernisse umrundet. Dadurch wurde ich mutiger und Maxi und ich gaben ein gutes Bild bei meinen ersten Bodenarbeitsübungen ab“, berichtete Jasmina Milewska.

Exakte Kommunikation mit dem Pferd
Rebecca Hensel, ebenfalls das erste Mal bei der Bodenarbeit, schaute zwar den anderen Schülern zu, doch als sie dran war, war die 15-Jährige erst einmal nervös und wusste ich nicht genau was, sie machen soll. Doch sie erarbeitete sich eine Übung nach der anderen. „Da Andrea mir genau erklärte, wie ich mit Maxi an eine Aufgabe gehe, klappte alles gut und bei Fragen konnte ich mich an Andrea wenden, die mir diese dann beantwortete“, war Rebecca erleichtert und berichtet von einer Übung, bei der es auf exakte Kommunikation mit dem Pferd und die Geschicklichkeit des Pferdesportlers ankommt.

Man sollte über ein Cavaletti zu balancieren und am Ende ein Stück Kuchen essen. Wer geschickt war, ließ sich dabei von seinem Pferd unterstützen. „Beim ersten Versuch bin ich von der Stange gerutscht, da ich meinem Pferd das falsche Signal gegeben habe. Als mir dann Andrea noch einmal erklärt hat, was ich genau machen soll bei der Übung, hat es dann auch geklappt“, erzählt die Schülerin und lobte die gute Stimmung nicht nur während des eigenen Trainings, sondern auch wenn man nicht selbst dran war. Da sich diesmal über zehn Teilnehmer gefunden hatten und Zuschauer auch wieder erlaubt sind, hatte die Lehrgangsleiterin die Idee, mal wieder was für die Geselligkeit im Team-T-Weichs zu tun.

Denn durch die sehr strengen Coronamaßnahmen in den vergangenen zwei Jahren kam die davor beim Team-T-Weichs gut gelebte Geselligkeit viel zu kurz. Und so brachten die Teilnehmer nicht nur gute Laune, sondern auch Kuchen, Muffins, Kaffee, Prosecco und Kindersekt mit. Das kam bei allen gut an. Rebecca Hensel jedenfalls findet: „Ich fand den Tag richtig schön und ich konnte viel lernen, vor allem wie ich mit Maxi besser zu kommuniziere und gemeinsam mit ihr neue oder fremdartige Hindernisse ohne große Probleme bewältige.“

Ihre Mutter Heike, die auf Giny Beteiligung ist, beobachtete als Zuschauer das Geschehen und berichtet: „Es war sehr lehrreich, den anderen Schülern zuzuschauen. Bei den verschiedenen Stationen wurden Pferd und Mensch vor verschiedene Aufgaben gestellt und ich sah, wie sehr die Pferde ihren Menschen vertrauten. Sehr spannend fand ich den Flattervorhang.“ Dieser war für alle Pferde neu, weil er aus einem anderen Material war als der bisher verwendete. Die Metallbänder glitzerten, erzeugten Geräusche und wie Daniela Hofer, die mit Olexis teilnahm, feststellte, spürte man die Bänder deutlich, wenn der Wind sie einem ins Gesicht blies.

Auch Turnierreiter profitieren
Da die meisten Pferde dieser für sie neuen Übung kritisch gegenüberstanden, mussten die Menschen hier Überzeugungsarbeit leisten. Am besten gelang dies Luisa Stöhr, die mit Maxi in der ersten Stunde dran war. Schon auf der 100 Meter entfernten Straße hatte die Stute den Kopf hochgerissen und das Flatterband misstrauisch angestarrt. Am liebsten wäre die braune Stute wohl wieder zurück in ihre Box. Doch Luisa konnte hier zeigen, was sie in den vergangenen vier Jahren beim Team-T-Weichs gelernt hatte, und ritt nach kurzer Zeit sogar durch das Flatterband durch.

Auch zwei weiteren Pferden nahm sie die Furcht vor diesem Hindernis: Die zwölfjährige Jucy schnaubte nach sehr großer Skepsis anschließend mehrfach ab, worüber sich Besitzer Chris Mayr sehr freute, und Fluffy, das Turnierpferd von Andrea Tölle, durfte ebenfalls die Flatterbänder kennenlernen. „Das ist nicht nur für unsere Dressurkarriere hilfreich – auch bei Working Equitation kann ich davon profitieren, dass Fluffy immer gelassener auf fremde Situationen reagiert“, berichtet die Trainerin. Chris Mayr schaute nicht nur seiner Jucy begeistert zu, auch seine Tochter Ida nahm am Bodenarbeitsunterricht teil, um ihrem Turnierpferd Lenny etwas Abwechslung zu bieten. „Mir hat es richtig Mega Spaß gemacht und die Flatterbänder fand ich richtig cool“, meinte die 9-Jährige.

Ebenfalls interessant fand Heike Hensel die Balancierübung auf dem Cavaletti. „Hier sah ich ganz deutlich, wie wichtig die richtige Körpersprache und damit die richtigen Hilfen und Signale sind“, berichtet Hensel, und weiter: „Auch wenn ich nur zugesehen habe, habe ich eine Menge gelernt und vieles ist mir jetzt bewusster geworden. Sehr viel Spaß hat mir auch der Austausch mit den anderen Reitbeteiligungen und das gesellige Zusammensein gemacht. Dies war ja lange nicht möglich. Ich freue mich schon auf die nächste Bodenarbeit und hoffe, dass ich dann daran teilnehmen kann.“

Am Bodenarbeitstraining des Team-T-Weichs können alle Pferdebesitzer teilnehmen. Wer kein eigenes Pferd hat, kann dort neben Bodenarbeit auch Reitunterricht auf Reitbeteiligungsbasis nehmen. Für Kinder bis 12 Jahre gibt es zudem ein spezielles Kinderangebot. Weitere Informationen gibt es unter www.team-t-weichs.de und bei Andrea Tölle, Tel. 0172-8977509.

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Was ganz einfach aussieht, ist das Ergebnis langer Arbeit. Daniela Hofer trainiert beim Team-T-Weichs mit ihrer Reitbeteiligung Olexis neben Bodenarbeit auch in der Reitbahn und im Gelände.

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Jasmina Milewska ist erst seit ein paar Wochen beim Team-T-
Weichs. In dieser Zeit hat die erfahrene Reiterin ihr Wissen über den Umgang mit Pferden enorm erweitert.

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Geschicklichkeit und feine Kommunikation mit ihrer Reitbeteiligung Giny bewies Meike Fröhlich beim Balancieren
übers Cavaletti.

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Nach der Anstrengung eine Belohnung: Wer geschafft hatte, ans Ende des Cavaletti zu balancieren, durfte einen Zitronenkuchen genießen wie Ida, deren Lenny dabei geduldig wartete.

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Viel gelernt hat Luisa Stöhr beim Team-
T-Weichs. Mit ihrer Reitbeteiligung Maxi meistert sie auch unbekannte Situationen wie durch ein Flatterband
zu reiten.

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Auch ein ausgedienter Teppich auf einer grünen Wiese kann eine Herausforderung darstellen – Meike Fröhlich und ihre Reitbeteiligung Giny haben sie gemeistert.

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