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Thomas Müller umringt von seinen Pferden. Foto: BLW/Jakob Berr

Thomas Müller: Fußball und Pferdezucht

Thomas Müller ist nicht nur ein begnadeter Fußballer, sondern auch ein begeisterter Pferdezüchter. Was ihn hier antreibt und welche sportlichen Ziele er abseits des Rasens verfolgt, verriet er dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt im Exklusiv-Interview. Das Wochenblatt erscheint unter dem Dach des Deutschen Landwirtschaftsverlags und ist das auflagenstärkste Fachblatt für Bayerns Landwirte und Tierhalter.

Anders als im Fußball hat Bayern-Profi Thomas Müller überhaupt kein Problem mit dem Alter, wenn er über seine zweite Leidenschaft nachdenkt: „Als Züchter bin ich noch sehr jung, die besten Pferdezüchter sind meistens Mitte 80 und das hat seinen Grund. Erstens mal die Erfahrung, und zweitens braucht es Zeit, um seine Vorstellungen dann auch umsetzen zu können.“ Dass Müller schon jetzt genau weiß, was er tut, zeigt sich auf seinem Gestüt, dem Gut Wettlkam im Süden Münchens. Dort ist er mit ein paar Stuten in die Pferdezucht eingestiegen. Inzwischen hat Müller auch eine Hengststation - mit Walter Wadenspanner als Partner. Warum das Nachwuchs-Grandprix-Pferd D‘avie hierfür den Ausschlag gegeben hat, erläutert Müller in der ihm eigenen offenen Art: „Als klar war, dass wir D`avie nach Bayern holen, habe ich zu meiner Frau und ihrem Trainer Götz Brinkmann gesagt: Wenn der zu uns kommt, dann gibt’s da aber keine Kastration. So wertvolles Genmaterial, da machen wir nicht nur schnippschnapp und fertig.“

Mit der Pferdezucht verbindet Thomas Müller viel persönliche Leidenschaft: „Wenn man mit Tieren arbeitet, dann ist da schon eine sehr große Bandbreite an Gefühlsachterbahn abgedeckt“, sagt er dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt im großen Exklusiv-Interview. Das beginne bei der Freude über eine gelungene Geburt, reiche aber auch bis hin zum Verlust von Tieren. „Was mir am meisten Spaß macht, ist das Begleiten der Tiere beim Aufwachsen. Wenn so eine Jungpferdeherde über die Koppel galoppiert, der Boden so leicht bebt, das macht einfach Freude“, erzählt Müller.

Thomas Müller wohnt auf Gut Wettlkam inmitten anderer landwirtschaftlicher Betriebe. Er versteht die Abläufe in der Landwirtschaft und die Sorgen der Nachbarn besser als viele andere. Aber Müller will sich bewusst kein Urteil erlauben. Was ihm auffällt: „In der heutigen Zeit ist es schon so, dass viel mit dem Finger auf einen gezeigt wird, wenn man etwas macht, was einem anderen nicht passt.“

Vertraglich ist Thomas Müller das Reiten nicht verboten. Aber von einer Turnier-Reife ist er ohnehin noch weit entfernt. Er zeigt das breite Thomas-Müller-Lachen: „Ich kann mich auf einem Pferd halten, aber stilistisch ist das Ganze noch deutlich zu hinterfragen.“ Nach dem Ende seiner Fußballerkarriere wird man ihn wohl häufiger im Sattel sehen, wobei die Richtung noch nicht klar ist. Bei der Dressur reizt ihn „die Suche nach Perfektion in der Kommunikation zwischen Pferd und Reiter. Dass das schön aussieht und trotzdem mit enormer Körperspannung funktioniert. Das miteinander zu erarbeiten, das fasziniert mich. Und beim Springen kann ich mir vorstellen, dass das einen gewaltigen Adrenalinkick gibt. Da brauchst koan Espresso vorher.“

Wochenblatt-Pferdeexpertin Andrea Tölle und Chefredakteur Sepp Kellerer zeigten sich beim Interview beeindruckt von der kompetenten und sympathischen Linie Müllers: „Wir waren begeistert über das Gespräch auf Augenhöhe, das wir mit Thomas Müller geführt haben. In der Pferdezucht, wo er sich auskennt, weicht er keiner Frage aus. Aber bei Themen, in denen er nicht so tief drinsteckt, da hält er sich zurück“, beschreibt Kellerer seinen Eindruck von Thomas Müller.

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